am späten vormittag
"du siehst traurig aus."
nicken.
"warum?"
schulterzucken.
"kann ich dir helfen?"
kopfschütteln.
am späten nachmittag
Mein Sohn hat es auf den Punkt gebracht:
"Ich glaube nicht, daß man den Ballerspielen die Schuld geben kann. Es kommt drauf an, wie man mit den Spielen umgeht."
am späten abend
"In den langen Abenddämmerungen der frühen Sommertage wurde endlich das Gefühl wortlos, da die Gewissheit, daß alle verlebte Zeit unwiederbringlich verlorene Zeit war, fast körperlich greifbar wurde - ohne Verzweiflung, der Verzicht schien leicht -, man würde sterben können wie der vergehende Tag, versöhnt und versöhnlich. Nur in solchen Augenblicken war es ihm möglich, sich von der Besessenheit zu befreien, von diesen Jahrzehnten, von den Erinnerungen, die er wie Gewichte mit sich schleppte.".
(Manes Sperber in "Eine Träne im Ozean")
Es ist ein guter Tag, wenn ...Heute war ein guter Tag.
- ... der Tierarzt einer Madame, ihres Zeichens Meersaugroßmutter, eine harmlose Talgdrüse diagnostiziert statt des befürchteten bösartigen Tumors und man den Meerschweinkäfig um 11.00 h morgens nicht leer zurück nach Hause bringen muss ...
- ... durch einfach "Nein"-sagen der morgige Arbeitstag nicht eine Stunde früher beginnt und dennoch alles Anstehende erledigt werden wird ...
- ... man beim mittäglichen chat mit Blütenblättern empfangen wird ... (*immernochnies*)
- ... ein netter Kollege bereit ist, am 1.Mai für einen zu arbeiten und dafür den 8. Mai hergibt ...
- ... vier Tage vor dem geplanten Theaterbesuch ein weiterer netter Kollege einem die letzten 5,5 Arbeitsstunden des betreffenden Tages abnimmt, die Kartenvorkäuferin nicht auf die Uhr schaut und somit 6 Minuten nach offiziellem Kassenschluß das vorletzte Paar Karten für zwei nebeneinanderliegende Plätze ergattert werden kann ...
- ... man nach all diesen Aktivitäten müde und hungrig in der neueröffneten Bahnhofsgaststätte landet und dort für eine Stunde sich in eine andre Welt versetzt fühlt ...
- ... mit 2 Backsteinen und der katholischen Bilder-Bibel endlich nach Hause kommt.
es ist fast ein dauerzustand, daß mir worte und gedanken durch den kopf schweben, das ist glaube ich bei den meisten so und normal, auch normal ist wenn man deshalb nicht einschlafen kann, zum glück passiert das selten, ist dann ärgerlich aber nicht wirklich schlimm, bedenklich wird es manchmal, wenn die durch den kopf schwebenden worte und gedanken unkontrollierbar zu kreiseln beginnen, manchmal helfen atemübungen, ablenkung oder das nachdenken, was die worte mir sagen wollen und wenn das alles nicht hilft, nun, ich weiss, es wird vorübergehen, alles altbekannt, alles für mich normal. letzte nacht war alles anders und wenn es sich wiederholt werde ich es irgendwann auch als völlig normal ansehen, es war nicht schlimm, nur neu, anstatt daß worte sich anschleichen, ganz unauffällig, als spaziergänger getarnt, betont lässig kommen sie dann schlendernd auf mich zu, sich unterhaltend, den himmel beguckend oder vor sich hinpfeifend wollen sie mich mit einem überraschungsangriff niederwerfen, das kenn ich schon, doch ich bin ja ein wachsamer mensch und die auffallend unauffälligen im auge zu haben kann wichtiger sein als sich von lautem ablenken zu lassen, nun was will ich erzählen, also letzte nacht war alles anders. angenehm müde ins bett kuscheln, sicher sein, daß sich nichts zusammenbraut, keine spaziergänger erahnbar und es kamen auch keine, stattdessen wie aus dem nichts ein wort in meinem kopf, eins nur, keine horde mit der man noch spielen könnte, nur ein wort und es lautet spitzfußprophylaxe. ich konnte lange nicht einschlafen.
beim chatten:
"ich hatte ein gefühl, ein gefühl als würde mich nur noch eine milchglasige membran von mir selber trennen und das pochen und pulsieren darunter diese bald sprengen könnte - kennst du sowas?" - "nein"
beim arbeiten:
Da kommt dieser Mann auf mich zu, klein, alt und kränklich wirkend, sieht mir fest in die Augen und sagt mit überraschend fester Stimme: "Das Genie setzt sich durch".
Gut. Das ist gut zu wissen, wirklich. Ich fang dann mal an.
Nach einer nahezu durchwachten Nacht, voll von Wut, Wirrnis und Traurigkeit, nach einem mühevollen Vormittag, verbracht mit Suchen nach klärenden Worten, nun im Zustand empfindungsloser Lethargie - scheinbar - denn Freude ist Empfindung und fern der Lethargie - Freude hierüber :-)
*freeeuuuu*Es gibt auch noch was Andres, gut so.
Nun ist es Zeit, den Boden zu saugen, den Boden statt der Wände und Eulen, Zeit, sich um Naheliegendes zu kümmern.
11.45 h
Es gibt so viele Selbsthilfegruppen. Doch meines Wissens keine für "Anonyme Haushaltsunfähige". Ich würde ihr sofort beitreten.
Eine Wohnung in Ordnung zu halten ist eines der alltäglichsten Dinge und zugleich eins der schwierigsten, wie ich finde. Nun ist mein Anspruch an Ordnung nicht sehr hoch, ich bin zufrieden, wenn in der Küche genug Platz ist, um schnell eine Kaffeetasse sauberzumachen, wenn beim Durchqueren der Wohnung keine Verletzungsgefahr besteht und diverse Stapel (u.a. Papiere, CD´s und Bücher) nicht ihr Gleichgewicht verlieren. Solange ich diesen Standart zu halten imstande bin, ist alles gut.
Wenn ich Besuch erwarte ist das anders. Für den Besuch möchte ich sauberes Geschirr aus dem Schrank holen, mit ihm auf der Couch oder am Tisch sitzen können, von ihm möchte ich niemals die Frage hören, ob ich mein Gehalt durch Altpapierhandel aufbessere. Übermorgen ist es wieder einmal soweit. Mein Sohn hat Geburtstag und es ist mit Besuch zu rechnen. Ich beschloß also aufzuräumen.
Damit fange ich immer in der Küche an, so auch diesmal, ich spülte eine Fuhre Geschirr und stellte es zum Trocknen. Zurück im Wohnzimmer fiel mein Blick auf eine der Pflanzen, sie sah sehr kümmerlich aus. Ich begann also, eine Pflanze nach der andren in der Badewanne abzubrausen (wenn die Größe es zuließ auch zwei auf einmal), sie auf den Balkon zum Abtropfen zu stellen und in der Zwischenzeit die Übertöpfe zu reinigen. Die Übertöpfe sind weiß, man sieht jeden kleinen Flecken darauf.
Nun war die Ecke zwischen Tisch und Couch freigeräumt, sie bot sich zum Staubsaugen direkt an - und das war dringend nötig. Dicke Staubflusen hielten sich dort auf, die gar schon die Wand hochzuklettern begonnen hatten. Die Strukturtapete ist noch vom Vormieter, ich würde so etwas nie kaufen, Staub hängt sich dort nämlich sehr gut fest. Und da fiel mir das Bürstchen ein. Mein Sohn hat es mir vor einigen Wochen gezeigt - ein Geheimfach im Staubsauger, in dem sich verschiedene Aufsätze für das Rohr befinden, u.a. ein Bürstchen. Ich saugte die Wand in dieser Schmuddelecke damit ab und es funktionierte hervorragend. Anschließend saugte ich den Tisch, den Computer einschließlich Monitor und Lautsprechern, dann Fernseher, Videorecorder und Receiver, die Gardinenstangen (auch vom Vormieter!) über der Balkontür, die Hüte, die an den Gardinenstangen hängen, den Schrank und die Bücher darauf neben der Balkontür und die Tapete außenrum. Auch die Eulen in der Nische wurden abgesaugt. Anschließend wechselte ich den Staubsaugerbeutel. So ein Bürstchenaufsatz ist eine tolle Sache. Nun wollte ich die Auflage auf einem der Stühle staubsaugen, dachte aber, daß die Flecken davon nicht weggehen werden. Es ist eine nur dünne, aber sehr große Polsterauflage eines alten Schaukelstuhls, sie passte nicht in die Waschmaschine. So wurde sie in der Badewanne eingeweicht, einige Kissen und Tücher gleich dazu.
Die Pflanzen waren mittlerweile trocken genug, um sie wieder in die Wohnung zu holen. Manche von ihnen müssen an Bambusstäben festgebunden werden, um nicht umzufallen. Die Bänder gefielen mir plötzlich überhaupt nicht mehr, ich wusste, daß ich irgendwo hübschere habe. Nach dem Ausräumen dreier Schubladen und eines Schrankfaches fand ich das schöne dunkelblaue Satinband auch und brachte die Pflanzen damit in aufrechte Position. Eine echte Plage war dann noch das Durchwaschen der Auflage und Kissen. Das Auswringen, auf den Balkon schleppen und Aufhängen. Ich legte mich dann schlafen.
Etwa eine Stunde schlief ich, es ist nun halb 10 am Abend und ich bin immer noch müde. Sitze am frischgesaugten Rechner und schreibe diesen Text. Guck mich um. Hier sieht es aus wie bei einer Altpapierhändlerin, die nebenbei eine Wäscherei betreibt. Der Wäscheständer auf drei großen Handtüchern steht mitten im Zimmer (es begann zu regnen), der Inhalt der Schubladen (größtenteils Papiere) liegt verstreut drumrum. Immerhin sind keine der diversen Stapel aus dem Gleichgewicht geraten. Morgen wird ein harter Tag.
Falls jemand am Montag angenommen hat, daß ich mich dauerhaft verzettle: dies geschah nicht.
"Sie weiß, denn sie lebt. Wir aber leben nicht mehr unser leben, wir überleben eine Zeitlang unsern Tod."
"Er ging in der Richtung, aus der die Schüsse kommen mochten, es war gewiß ein weiter Weg dahin. Aber er hatte Zeit, zwei Tage lang. Er stieß auf militärische Patrouillen, die Gesichter der Männer sahen unter den Stahlhelmen noch stumpfer aus als sonst. Immer wenn es galt, eine alte Stadt und ihre Bewohner zu vernichten, holte man die Vandalen. Man hatte sie im eigenen Land, in den Dörfern lebten sie noch stumpf dahin wie im 13. Jahrhundert. Sie warteten nur darauf, daß man ihnen die Freiheit gab, an dem "Stadtfrack" die Wut ihrer Stumpfheit auszulassen. Sie würden die Kreuze an den Scheidewegen aus der Erde reißen, um mit ihnen Schädel einzuschlagen, doch hat man ihnen Waffen gegeben, die die Stadt erfunden hat, und Stahlhelme, Köpfe zu beschützen, in denen eine Welt, abscheulicher noch als die wirkliche, abscheulich sich malt."
(Manes Sperber in "Eine Träne im Ozean")
Was sich in Alkohol-Foren so alles findet ...:
Frage:
Wieviele Newsgroup-Leser braucht man, um eine Glühbirne auszuwechseln ?
Antwort: 1692(!)
1 der die Glühbirne auswechselt und an die Mailingliste schreibt, dass sie ausgewechselt wurde.
14 die ähnliche Erfahrungen gemacht hatten und schreiben, wie man die Glühbirne anders hätte wechseln können.
7 die auf die Gefahren des Glühbirnenauswechselns hinweisen.
27 die auf Tippfehler und grammatikalische Fehler hinweisen, die in Glühbirnenpostings gemacht wurden.
53 die die Grammatiker beleidigen und anschnauzen.
156 die den List-Administrator anschreiben, sich über die Glühbirnenmails beschweren und der Meinung sind, dass diese Mails hier nicht hingehören.
41 die die Beleidigungen der Grammatiker berichtigen.
109 die in die Liste schreiben, dass diese Liste nicht für Glühbirnen gedacht ist und dass man die Diskussion in alt.lite.bulb weiterführen sollte.
203 die verlangen, dass die Crosspostings nach alt.grammar, alt.spelling und alt.punktuation aufhören.
111 die die Mail verteidigen, weil wir alle Glühbirnen benutzen und die Mail daher sehr wohl in diese Liste gehört.
306 die darüber debattieren, welche Glühbirnenwechselmethode überlegen ist, wo man die besten Glühbirnen bekommt, welche Sorte Glühbirnen am besten ist und welche Marken fehlerhaft sind.
27 die URL's posten, wo man Glühbirnen sehen kann.
14 die sagen, dass die vorherigen URL's falsch sind und die richtigen Adressen posten.
3 die Links mailen, die sie in den URL's gefunden haben, die relevant für die Mailingliste sind, was zeigt, dass Glühbirnen auch relevant für die Liste sind.
33 die alle Mails zusammenfassen, komplett zitieren (inklusive Header und Footer) um darunter zu schreiben: "Me Too"
12 die verkünden, dass sie die Mailingliste abbestellen, weil sie diese Glühbirnendiskussion nicht länger ertragen können.
19 die die "Me Too"'s zitieren, um "Me Three" darunter zu setzen.
4 die vorschlagen, dass die Poster sich die Glühbirnen-FAQ durchlesen.
1 der vorschlägt, dass die newsgroup alt.change.light.bulb eingerichtet wird.
47 die sagen, dass alt.physic.cold_fusion für das Thema vorgesehen ist.
143 die für die Einrichtung von alt.change.light.bulb stimmen.
27 die einfach nur 'unsubscribe' von sich geben, da sie nicht kapiert haben, dass sie an den Listserver, statt an die Liste schreiben müssen.
42 die maximal grosse Bilder vom Halogen-Birnchen bis zum mannshohen Suchscheinwerfer an die Liste mailen.
78 die sich darüber aufregen.
1 der seit den Bildern Probleme hat, seine Mail abzuholen, da dessen Modem/Festplatte/Rechner da nicht mehr mitspielt.
1 der vorschlägt, man könnte das doch live diskutieren im IRC auf dem Channel #bulbs und nach Wochen vergeblichem Wartens auf Response aufgibt.
5 die vorschlagen, eine extra Mailingliste aufzumachen für das unerschöpfliche Thema "Glühbirne".
35 die dem obigen zustimmen (natürlich auf der Liste).
126 die dagegen sind und das natürlich auch lautstark auf der Liste kundtun.
und 1 der meint dass die Glühbirne nicht gewechselt werden müsste...
vorgestern nacht in der kirche, ich steh vor dem mikro auf der kanzel, aus den lautsprechern rap, ich würde gern mit dem vortrag beginnen, doch der mensch am mischpult grinst nur, also dreh ich die musik selber ab. "guten tag" sage ich ins mikrofon, reichlich verunsichert und durcheinander, die musik war zu unpassend, der klang meiner stimme im raum macht nichts besser. "guten tag, wir befinden uns hier in der ...." (lorenz-?, frauen-? sebaldkirche? ich hab vergessen wo ich bin) "wir befinden uns hier in der kirche". wie gut das zu erwähnen, es hätte sonst niemand bemerkt.
letzte nacht in einer fremden stadt, es ist menschenleer abends in der fußgängerzone, nur dort hinten in der passage befinden sich einige menschen, dort will ich hin, dort ist das konzert. sind nicht viele da, ich warte mit ihnen auf den einlass. als es soweit ist dürfen alle hinein, nur ich nicht. eine frau nimmt mich mit in ein haus, dort wohnt die sängerin, doch die ist grad auf dem klo und hat keine zeit.
so gehe ich zur wohnung von tante und onkel, deren wohnung zu vermieten ist. das haus ist schrecklich, mietskaserne mitten in der stadt, das treppenhaus furchtbar, alt, nicht charmant-schön-alt, sondern 50er-jahre-muff-alt, die wohnung im eg, nichts gefällt mir. jedoch hinter der wohnungstür: erträgliche zimmer und je weiter nach hinten ich die wohnung durchquere, desto schöner wird sie. hohe schöne räume, verwinkelt angeordnet, groß. dort noch eine tür, hindurchgehen und ein wunder erleben: wiese und blumen und bäume, wildwuchs, ein draußenzimmer, begrenzt durch einen fluß, ich starre auf das wasser, hier könnte ich leben, was schert mich das außenrum.
hp-basteln ist wie leben. ohne den blassesten schimmer anfangen und dann gibt´s viele möglichkeiten. schaffen oder scheitern, sich begnügen oder immer mehr wollen, bunt oder blaß, eintönig oder vielfältig, zufrieden sein oder nicht. und dies und jenes oder das und dies. reaktionen erhalten, lob und tadel, viel reaktion für einen trommler, wenig für den stillen. und eigentlich ist´s egal, ob eine hp nun im netz steht oder nicht.
verzetteln ist leicht. begeistert von neuen einfällen zur umsetzung schreiten, ohne überlegung, ohne system. den dateinamen ändern, wozu, ergebnisse sollen her und fitzelkram wird später erledigt. später der trägheit huldigen. welcher von den 12 so ähnlich klingenden dateinamen, deren inhalt sich nur minimal unterscheidet, nun geändert werden soll ist nicht herauszufinden. bis morgen haben sich 9 dateien angesammelt, deren name verändert werden sollte, ach was hat man sich verzettelt, welch aufwand und hätte man doch rechtzeitig ...
ich hab mich verzettelt. erst begeistert von neuem finde ich mich nun nicht mehr zurecht. ist viel falsch gelaufen. das unüberblickbare chaos lähmt mich. hab nicht mehr viel lust, eine art trotz lässt mich weitermachen. am liebsten würde ich komplett löschen. jedoch mich hindert die scheu vor unwiederbringlichkeit.
Entflogene Wellensittiche (seltener Kanarienvögel) sitzen in Bäumen, Nachbarinnen mit aus Kellern geholten Käfigen, Futter auf der ausgestreckten Hand und "Tschipptschipptschipp" auf gespitzten Lippen stehen auf der Straße.
Das gibt es nicht mehr. Vielleicht gibt es gar keine Wellensittiche mehr.
War dieses Stück Alltag meiner Kindheit (Oma legt ein blau-weiß-kariertes Küchentuch über den Vogelkäfig, "Gute Nacht, Hansi, flieg bloß nie weg") nur eine Modeerscheinung?
Jedenfalls glaube ich, daß es ein Eichelhäher war:
Und durch Stöbern bei google weiss ich nun, daß auch Eichelhäher Rabenvögel sind. Interessante links hier und da (Auflösung :-/). Nicht verlinken werde ich die Seite, auf der Eichelhäher gefüllt beschrieben wird.
Hab ich hier mal über den wohl merkwürdigsten Standort einer Bank in Nürnberg erzählt? Sie steht auf Gleis 19 im Bahnhof und dürfte die Sitzgelegenheit schlechthin für alle George-Clooney-Verehrerinnen sein. Sie steht vor diesem Plakat:
Und so steht hier also diese Bank.
weite grüne wiese mit gelben löwenzahnsprengseln, die wäscheleine gespannt aus der ferne bis zu dem einsamen baum dort hinten, sein stamm ähnelt einem pferdeschädel. hier will ich meine worte aufhängen, zum trocknen, flattern, glitzern, verdichten, verbleichen, verwehen. der verirrte spaziergänger darf sich wundern.
So singen können, singen brüllen kreischen wimmern schmeicheln, und es geht ja noch viel weiter ...
war heute unten am fluss, fast zwangsweise, wusste nicht wohin sonst, da waren ein paar, die gingen und rannten und fuhren, in luftiger buntkleidung, war froh über meine abgeschrappte Winterjacke, die ist schwarz und zog die sonne an, es war kalt.
saß am fluß und hörte ihm zu, sah die lichter auf seinen wellen blinkern, da kam ein eichelhäher vorbei, ich mag eichelhäher. pfingsten war´s vor vielen jahren, mir schmerzte das herz ganz schlimm und schon lang, jeden tag saßen große schwarze vögel in den bäumen vor dem fenster, rabenvögel, die mag ich auch, doch als der eichelhäher sie damals vertrieb, wurde ich froher. ein bißchen.
saß am fluß und schnitt mir die haare, es kamen mehr leute angerannt und ich bin wieder zurück.
die homepage wurde etwas verändert. wird die tage hier (hier ist brinkster) hochgeladen und kann derweil hier bei 8ung begutachtet werden.
Aus aktuellem Anlaß: Gar nicht weit weg von hier. Sachen gibt´s.
Mein Lieblingszigarettenverkäufer aus dem Lieblingszigarettengeschäft im Bahnhof verkauft dort keine Zigaretten mehr. Verkauft dort gar nichts mehr, lange nicht mehr gesehen und mittlerweile kaufe ich die Zigaretten in irgendeinem x-beliebigem Geschäft, ist ja egal. Seit heute weiss ich was Neues: Der Exlieblingszigarettenverkäufer verkauft jetzt Bücher in der Bahnhofsbuchhandlung. Da bin ich sowieso jeden Tag.
Ziemlich traurig das. (Wer sich grad nicht mit Schamlippen konfrontieren will, klickt den link besser nicht an. Nein, es ist kein Bericht über Genitalverstümmelung in Afrika.).
"... Und die Klugheit macht einen dumm, wenn man sie als Waffe gegen die Weisheit einsetzt. Wer kennt die eigenen Grenzen? Vielleicht hat er recht, vielleicht müsste man den Mut haben, so weit zu gehen, bis man merkt, es gibt keine anderen Grenzen, als die man sich selber setzt."
(Manes Sperber in "Eine Träne im Ozean")
Im elterlichen Wohnzimmer meiner Kindheit, der schlammgelbe Teppichboden wellig, dunkelbraune Cordcouchgarnitur. Jemand ist bei mir, ein Junge, fühlt sich an als sei´s der kleine Bruder ("Hallo kleiner Bruder ... ":-) - Er ist klein, dann muss ich´s auch sein.) Barfuß bin ich wie immer auf dem wie immer Wellen schlagenden schlammgelben Teppichboden, da sticht was in meinem Fuß, nach unten gucken, ein Tierchen sehen, ein Insekt?, es tut weh, es hat mich in den Fuß gebissen, genauer hinsehen, was kleines wuselt, um sich plötzlich aufzurichten und mich als Schlange anzustarren, eine kleine Schlange nur, doch eine Schlange auf dem so vertrauten schlammgelben welligen Teppichboden, aufrecht stehend zischt sie an mich ran, schnappt nach mir, mit einem diffusen Gefühl von Angst, Ekel und Faszination erwache ich, es ist keine gute Mischung, doch diffus, sehr diffus das alles.
Ts, Witzbolde :-)
Haben Sie's geglaubt?
Kostenlos.de wird kostenpflichtig? So lautete gestern, am 01.04. unsere Meldung. Klar: Am 1. April konnten auch wir uns einen Aprilscherz nicht verkneifen. Natürlich bleibt Kostenlos.de auch in Zukunft kostenlos - der Name ist schließlich Programm. Wir bedanken uns für die zahlreichen lustigen und erheiternden Mails, die wir von Ihnen erhielten – es hat uns (und hoffentlich auch Ihnen) eine Menge Spaß bereitet.
Ich vermute einen Aprilscherz:
Kostenlos.de wird kostenpflichtig!
Sicherlich haben Sie bereits bei vielen anderen Webseiten gemerkt, dass die Zeit der kostenlosen Dienste vorbei ist. Das gilt leider auch für Kostenlos.de. Ab heute ist Kostenlos.de leider nicht mehr komplett kostenlos - einige Services werden wir von nun an nur noch kostenpflichtig anbieten können. Das neue Tarifmodell finden Sie auf unserer Übersichtsseite.